Geschichte

Von der Vereinigung der Dialysepatienten und Nierentransplantierten Oberösterreichs zum Verein Niere Oberösterreich!

So wie die vielen anderen Gruppierungen im Gesundheitsbereich wollen wir Gemeinschaft pflegen und erleben, Anliegen der Patienten weitergeben und unterstützen sowie Rahmenbedingungen für Positionierung im Gesundheits- und gesellschaftspolitischen Bereich weiterentwickeln.
So erklärt sich auch die Beliebtheit unserer Zeitung „Diaplant Aktuell“ und die regelmäßigen Stammtische, die sich prächtig entwickelt haben und manchen noch zu wenig sind, sodass sie einander zusätzlich treffen.

Gründung und Entwicklung: Nachdem die Dialyse in Österreich eingeführt und die ersten Nierentransplantationen gelungen waren, gründete 1973 in Wien Friedrich Bussmann die ,,Vereinigung der Nierentransplantierten und Dialysepatienten Österreichs“. Ihr Ziel war es, den Patienten über die lebenserhaltende ärztliche Betreuung hinaus zu helfen und vor allem die Transplantationen zu fördern. Bald waren auch einige Patienten aus Oberösterreich Mitglied beim Verein in Wien.

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Wolfgang Schmiedinger

Da sich die Idee in Wien ausgezeichnet bewährt hatte, versuchte Wolfgang Schmiedinger auch in Oberösterreich einen Verein zu gründen. Nach intensiver Werbung und vereinsrechtlicher Klärung fand am 18. Juli 1981 im Gasthaus Lindbauer an der Linzer Eisenbahnbrücke die Gründungsversammlung mit einem Vortrag von Herrn Bussmann und Wahl des ersten Vorstandes statt. 27 Personen schlossen sich der neuen Vereinigung der Dialysepatienten und Nierentransplantierten Oberösterreichs spontan an.
Der Verein entwickelte schnell viele Aktivitäten, die teilweise noch heute zum Standard eines Vereinsjahres gehören:
Gesellige Veranstaltungen wie Ausflüge und Weihnachtsfeiern mit viel Gelegenheit zu persönlichen Kontakten, Informationsaustausch und gegenseitiger Aufmunterung, Seminare mit Ärzten und Experten verschiedener Gebiete, Vorträge und Diskussionen mit Ärztinnen und Ärzten sowie dem Pflegepersonal unserer Dialysezentren (Thema Shunt, Diät, Medikamente, Hygiene, Juckreiz, Psychosomatik, …).
Außerdem fand bereits in den ersten Jahren ein regelmäßiger Stammtisch statt, und zwar am Linzer Freinberg (sowie in Bad Ischl und Braunau, damals die einzigen Dialysestationen außerhalb von Linz).

Die Seminare fanden bis 1988 in Roßleithen (Lotter) statt. Da der Teilnehmerkreis immer größer wurde, wechselten wir ab 1989 ins Hotel Sperlhof bei Windischgarsten,
wo wir auch jetzt noch zu den zweijährlich stattfindenden Wochenendseminaren gern mit Persönlichkeiten der Medizin und anderer Gebiete zusammenkommen.

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Dipl. Ing. Günter Huber

Im Frühling 1983 verstarb Gründungsobmann Schmiedinger, und Dipl. Ing. Günter Huber übernahm die Leitung des Vereins. Er führte die Gruppe bis zu seinem Ableben am 24. September 1995 in einem Geist der Freundschaft und zwischenmenschlicher Begegnung. Wenn jemand ihn wegen eines persönlichen Problems aufsuchte, war er mit seinem freundlichen und mitfühlenden Wesen immer erreichbar. In völlig selbstverständlicher Weise stellte er sein reiches Wissen jedermann zur Verfügung.

 

 

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Helga Lukas

Bei der Jahreshauptversammlung 1995 wurde Helga Lukas einstimmig zu seiner Nachfolgerin gewählt. Sie hat die inzwischen um weitere Mitglieder gewachsene Vereinigung im selben Geist weitergeführt und stellte sich zusammen mit den Vorstandsmitgliedern und Mitarbeitern sehr ambitioniert und erfolgreich den Herausforderungen der Gegenwart.

Helga Lukas hat am 31. März 2007 aus gesundheitlichen Gründen ihre Funktion als Obfrau zurückgelegt. Am 10. Dezember 2008 ist sie dann leider für immer von uns gegangen.

 

 

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Rudolf Brettbacher

Am 2. Dezember 2007 übernahm Rudolf Brettbacher als Vorsitzender unsere Selbsthilfevereinigung und führt sie im gleichen Sinn der Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft sehr aktiv und erfolgreich weiter. Unter der Devise „gemeinsam sind wir stark“ steht das Motto „agieren statt reagieren“!

 

 

 

ANÖ:
Als einzelner Verein hätte man eine viel zu schwache Stimme im „Konzert der Mächtigen“. So kommt dem Gedanken der Solidarität und der Gemeinsamkeit eine zunehmend größere Bedeutung zu. Aus diesem Grund hat unsere Selbsthilfegruppe die ARGE Niere Österreich (ARGE = Arbeitsgemeinschaft) mitbegründet und ist auch Mitglied bei der gesamteuropäischen CEAPIR.

Transplantforum OÖ:
2009 wurde die Interessensgemeinschaft der themenbezogenen Selbsthilfegruppen (Transplantation und Organspende) in Oberösterreich ins Leben gerufen. Unser Verein ist von Anfang an ein sehr aktives Mitglied. Das Aushängeschild ist des Schulprojekt „Let’s talk about Organspende und Transplantation“.

Verein Niere Oberösterreich:
Bei der Jahreshauptversammlung am 30. November 2014 wurde einstimmig beschlossen, den Namen des Vereins zu ändern. Er lautet seitdem „Verein Niere Oberösterreich“ (VNOÖ). Auch die Statuten wurden entsprechend angepasst. Einerseits war dies notwendig, weil sich die Betreuung und Unterstützung nicht nur auf Dialysepatienten und Nierentransplantierten beschränkte, sondern auch alle anderen Nierenpatienten einbezogen wurden und werden und andererseits der Name kürzer, klarer und einprägsamer ist.